Fette, die nicht fett machen

Unserem Körper ist es eigentlich egal, ob er die nötige Energie aus Eiweißen, Kohlenhydraten oder Fetten bezieht. Zugenommen wird erst dann, wenn wir täglich mehr Kalorien zuführen, als wir verbrauchen. Doch Tatsache ist, dass Fett einen sehr hohen Energiegehalt enthält, somit liefert es auch doppelt soviel Kalorien im Vergleich zu Kohlenhydraten. Ausnahme sind dabei diejenigen Fette, die nicht fett machen.

So stammen die überschüssigen Kalorien meistens aus „versteckten Fetten“, die unter anderem im Käse, Wurst, Kuchen und in zahlreichen Knabbereien vorkommen. Was ebenso täuschend ist, ist die Tatsache dass Fette schlechter sättigen im Gegensatz zu Eiweißen und Kohlenhydraten, so dass gleich größere Portionen gegessen werden (können), ohne dass man rechtzeitig satt wird.

Gesunde und schädliche Fette unterscheiden

Eine Zeit lang galt als Devise, dass Fett auch fett macht. Zahlreiche Studien belegen aber, dass bestimmte Fette auch einen großen gesundheitlichen Nutzen haben können – vor allem Fette, die nicht fett machen. Doch Tatsache ist, dass zu große Mengen einiger Fette auch schädlich sind, solange sie tierischen Ursprung haben. Schließlich hängt es auch von der Sorte ab, welche Fette gesund sind und nicht unbedingt fett machen. Machen wir mal einen Vergleich: um ein Kilo Fett zu verlieren, müssten wir 7000 Kalorien verbrennen, wofür ungefähr 16 Stunden Dauerjoggen nötig sind. Ist das Fett also erstmal da, ist es nicht wirklich leicht, dieses weg zu bekommen.

Da aber unser Körper regelmäßig Fett braucht, sollten trotzdem nicht weniger als 30 Gramm pro Tag eingenommen werden. Fette, die nicht fett machen können das auch sein. Fettsäuren gelten als Bausteine aller Fetten, demnach machen genau diejenigen Fettsäuren „dick“, die zu viel gesättigt sind. Des Weiteren verstopfen sie auch die Arterien und erhöhen den Cholesterinspiegel. Andererseits gibt es aber die so genannten Fitmacher-Fette, die entweder aus einfach oder aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen. Gerade das sind also die Fette, die nicht fett machen. Dazu zählen zum Beispiel Nüsse, fettreicher Fisch (Lachs, Hering, etc.), die meisten Pflanzenfette, sowie Oliven- und Rapsöl.

Pflanzenfette sind generell ungesättigt

Gesunde Fette haben solche Eigenschaften, da sie während des ganzen Herstellungsprozess natürlich und schonend behandelt werden – das Pressen und Entsteinen der Kerne geschieht manuell, das Öl wird normalerweise kalt gepresst, da hohe Temperaturen den empfindlichen Inhaltsstoffen schaden könnten. Wie schon gesagt, sind Pflanzenfette generell ungesättigt, während gesättigte Fettsäuren hauptsächlich von Tieren stammen. Weitere Fette, die nicht fett machen finden Sie unter anderen auch in Avocados, Oliven, zahlreichen Samen und Nüssen.

Diese tragen auch dazu bei, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermeiden und schützen dadurch auch vor Herzinfarkt. Ein wichtiger Hinweis zur Dosierung von Nüssen: Sie sind zwar sehr gesund, doch da sie schwer verdaulich sind, sollten sie nicht in großen Mengen eingenommen werden. Auch die Omega-3 Fettsäuren gelten für unseren Körper als unverzichtbar. Dabei handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fette, die nicht fett machen und die das Risiko einer Herzkrankheit und Gefäßverengung deutlich verringern. Wissenschaftlich ist auch der Schutz vor Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen belegt. Omega-3 Fettsäuren sind in Flachs- und Leinöl, Lachs und Hering, in grünem Blattgemüse sowie in Walnüssen zu finden.